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Geschichte

 
 
TURNERINNEN BTV Chur
 
 
 
Die Anfänge
Auf ausdrücklichen Wunsch der Männer des BTVs wurde am 19. März 1913 im Café Calanda die Frauenriege gegründet. Anlässlich der Gründungsrede betonte der Präsident R. Bianchi, dass turnende Frauen mehr Kraft für ihre Haushaltarbeit, die Krankenpflege und -wäsche hätten. Sport der Frauen also ganz im Dienste des Mannes!
An der Gründung waren 31 sportliche Damen beteiligt. Geturnt wurde in der damals neuerstellten Kantonsschulturnhalle Sand unter der fachmännischen Leitung des Kantonsschullehrers Professor Masüger. Das damalige Turntenü entsprach dem Zeitgeist, nämlich einer blauen Matrosenbluse mit weissem Kragen und weissen Manschetten, eine blaue Turnhose oder ein Turnjupe.
 
Wollte man damals der Damenriege des BTV beitreten, so musste der ganze Turnstand, das heisst alle Mitglieder, darüber abstimmen. Es ist auch schon vorgekommen, dass nicht alle das absolute Mehr erreichten. Heute sind wir toleranter und freuen uns über jedes neue Vereinsmitglied.
Die Mitglieder bezahlten damals einen Jahresbeitrag von Fr. 6.--, ab 1957 Fr. 18.--und ab 1965 Fr. 24.--. Heute (2009) beträgt der Jahresbeitrag Fr. 150.--.
 
Der Turnbetrieb damals…
Bereits im Februar 1914 nahmen die Turnerinnen erstmals an einer Abendunterhaltung der Stammsektion teil. Sie zeigten eine Keulenübung – die Keulen wurden mittels eines Darlehens der BTV Männer angeschafft. Zum damaligen Jahresprogramm gehörten auch Wanderungen oder Turnfahrten.
 
Im Kriegswinter 1917/18 konnte die Turnhalle Quader wegen Kohlenmangels nicht geheizt werden. Somit war die Fantasie der Turnerinnen gefordert. Sie gingen auf der Quader Eislaufen oder schlittelten in der Umgebung von Chur.
Die längere Zeitspanne des zweiten Weltkrieges traf die Damen arg. Die Turnhallen wurden vom Militär besetzt, die Leiter waren monatelang im Aktivdienst und deshalb abwesend – dies zwang die Frauenriege zum Nichtstun. Die Folge davon war ein merklicher Rückgang der Mitglieder. Aber stets blieb eine frohe, kleinere oder grössere Turnerinnenschar, die wann immer möglich den Turnbetrieb aufnahm.
 
Erstmals nahmen die Turnerinnen 1919 an einem Turntag in Arosa teil und im Jahre 1924 besuchten sie zum ersten Mal ein kantonales Turnfest. Sie reisten nach Davos und traten dort in ihrem nostalgischen Turntenü auf.
 
Damals pflegten die Turnerinnen auch den Gesang. So wurde 1923 beschlossen, für alle Frauen ein Gesangsbuch zu kaufen. An jedem Turnabend wurde zuerst eine halbe Stunde gesungen und dann erst geturnt.
 
Das 25-jährige Jubiläum wurde mit einer zweitägigen Pfingstreise ins Bergell – Chiavenna – Tessin gefeiert.
Zur Feier des 50-jährigen Geburtstages nahmen die Turnerinnen an den Eidgenössischen Frauenturntagen in Luzern teil.
 
… unter Einbezug der jüngeren Generation…
Im Jahre 1964 wurde auf Anregung von Irene Bärtsch die Mädchenriege gegründet. Damit begann die Ausbildung junger Mädchen in Gymnastik, Geräteturnen, Spiel und Tanz. Das Programm für die Jugend wurde stets weiter ausgebaut.
So bietet der BTV heute bereits Kindern ab 3 Jahren, Kindergärtlern, Primar- und Oberstufenschülern ein breites Turnangebot– also die heutige Jugi, welche aber seit 2002 nicht mehr unserer Sektion angehört, sondern direkt der Geschäftsleitung unterstellt ist.
 
… und heute
Heute wird ein breites Sportangebot angeboten: Neben dem Muki-Turnen und dem Kinderturnen für unsere Jüngsten runden Basketball, Aerobic, körperbewusstes Bewegen, Allround und Fitness, Aktiv 60, Rhönrad, Volleyball, Schwimmen/Wassergymnastik und diverse Morgenlektionen das Programm ab.
 
Zurzeit (2014) zählen knapp 200 aktive Turnerinnen zu unserer Sektion.
Turnerinnen, welche sich verdienstvoll um unseren Verein gekümmert haben, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es sind dies: Menga Barandun, Irene Bärtsch, Brigitte Meyenberg, Doris Roth, Anna Schiesser, Doris Signorell, Käthi Zendralli und Margrit Kuhn)
 
Chur, Mai 2014